Grafenrheinfeld sofort abschalten
Grüne Bundestagfraktion legt Atomausstiegsgesetz vor
Die Grüne Bundestagsfraktion fordert, "den Betrieb der ältesten und unsichersten Kraftwerke umgehend zu beenden", so der Grüne Energiepolitiker MdB Hans-Josef Fell. Nach dem vorgelegten Entwurf eines Atomausstiegsgesetzes der Grünen Bundestagsfraktion sollen die neun ältesten und unsichersten Atommeiler sofort abgeschaltet werden. Hans-Josef Fell: "Das Kernkraftwerk Grafenrheinfeld gehört mit bald 29 Betriebsjahren und wachsenden Sicherheitsproblemen, wie jüngst dem 'Riss' in der Rohrleitung, sofort abgeschaltet." Betreiber, Atomaufsicht und Regierende in Land und Bund hätten hinreichend nachgewiesen, dass sie die nötige Sensibilität in Sicherheitsfragen nicht hätten, so Fell. Insbesondere die Änderung der Sicherheitsphilosophie beim Riss in der Rohrleitung sei inakzeptabel. Grünen-MdB Fell: "Jahrelange Kenntnis von einem Verdacht; Gewissheit seit fast einem Jahr, dass ein Riss möglich ist; offizielle Meldung erst im Dezember; und Prüfung und Reparatur erst nach 10 Monaten Wartezeit gedeckt von Regierung und Atomaufsicht; ein solches Sicherheitsmanagement ist unverantwortlich."
Rein technisch und physikalisch war außerdem schon immer klar, dass es ein relevantes Restrisiko auf einen Super-GAU beim Betrieb von Atomkraftwerken gebe. "Fukushima hat nun auch dem letzten Atomkraftbefürworter vor Augen geführt, dass das so genannte Restrisiko sehr relevant und sehr real ist", so Fell. "Wir müssen beschleunigt aus der gesamten Atomenergie Deutschlands aussteigen und die ältesten und unsichersten Atommeiler sofort abschalten, dazu gehört auch das Atomkraftwerk Grafenrheinfeld."
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