Sehr geehrte Leserinnen und Leser!


Mal keine Terrornachricht aus Nigeria 

Die Nachrichten, die uns aus Nigeria erreichen sind überwiegend furchtbare Terrornachrichten. Boko Haram terrorisiert in kaum dagewesener Brutalität vor allem im Nordosten Nigerias die Bevölkerung. 

Doch es gibt aus Nigeria auch andere Meldungen. So gehört Nigeria zu den am schnellsten wachsenden Wirtschaftsräumen der Welt. In einer Untersuchung hat die weltweit agierende Agentur PWC sogar vorhergesagt, dass die Wirtschaftskraft Nigerias im Jahre 2050 Deutschland überholt haben wird. 
Nigeria, welches seine Wirtschaftskraft aktuell vor allem auf dem Erdölreichtum begründet, setzt nun auch auf den Ausbau der Erneuerbaren Energien. So hat die Regierung Nigerias den Bau eines gigantischen 1 GW Photovoltaikparks beschlossen und mit koreanischen und türkischen Firmen bereits vertraglich abgesichert. Der nigerianische Bundesstaat Anambrasted hat beschlossen 420 Schulen mit Solartechnik auszustatten.
In meinen Gesprächen im letzten Jahr mit dem einflussreichsten Politiker Afrikas und ehemaligen Nigerianischen Präsidenten Obasanyo hatte ich sehr für eine Politik Nigerias für Erneuerbaren Energien geworben. 
Bedauerlicherweise sind in diesen Regierungsaktivitäten für Erneuerbaren Energien so gut wie keine europäischen Firmen vertreten. Ein Zeichen dafür, dass die unheilvolle, gegen Erneuerbaren Energien gerichtete Politik der deutschen Bundesregierung und der EU Kommission nun zunehmend dazu führt, dass der rasant wachsende Weltmarkt für Erneuerbaren Energien sich mehr und mehr vom ehemaligen Vorreiter Deutschland abkoppelt.

Die Meldung zum 1 GW Photovoltaikpark finden Sie hier.

Hier geht’s zur Meldung über die PWC-Studie.

 

 

Polnisches Parlament beschließt völlig überraschend EEG für bürgerliche Kleinanlagen

In Polen gibt es endlich Bewegung für Erneuerbare Energien . Polen stand in den letzten Jahren in der EU immer als Blockierer gegen den Ausbau der Erneuerbaren Energien und gegen stärkere Klimaschutzziele. Vor allem der jetzige EU-Ratspräsident Donald Tusk hatte in seiner früheren Eigenschaft als polnischer Ministerpräsident versucht eine Energiewende in Polen nur ja nicht hochkommen zu lassen. Polen beschloss unter ihm den Bau von Atomkraftwerken und hielt vor allem an der schmutzigen Kohlenutzung fest. 
Nun hat aber vor allem das Argument, dass Erneuerbaren Energien die Abhängigkeit Polens von Gazprom verringern helfen, eine überraschende Entscheidung im Seijm gebracht. Obwohl die Regierungsparteien eine feste Einspeisevergütung für Erneuerbaren Energien ablehnte, stimmten einige Regierungsabgeordnete mit der Opposition für eine feste Vergütung für Anlagen bis 10kW. Sofern das Gesetz auch die zweite Kammer durchläuft, können nun bürgerliche Investitionen in Erneuerbare Energien einen großen Aufschwung erleben.

Einen Bericht von EurActiv zum Thema finden Sie hier.

 

Bericht vom Bayerischen Rundfunk zu Erdkabeln von ABB

Der Bayerische Rundfunk hat einen Bericht zu Erdkabeln als ernsthafte Alternative für SuedLink veröffentlicht. Im Beitrag argumentiere ich dafür, dass die Erdkabel eine große Chance darstellen, um den Gegenwind aus der Bevölkerung zu entschärfen, indem sie Freileitungen ersetzen. 

Den Bericht finden Sie hier.

 

Vortrag auf der Jahrestagung der Arbeitsgemeinschaft Bayerischer Solarinitiativen

Mein Vortrag auf der Jahrestagung der Arbeitsgemeinschaft Bayerischer Solarinitiativen kann bei Interesse hier in der Sendung Leben mit der Energiewende angesehen werden.

 

Berlin, den 05. März 2015

Ihr Hans-Josef Fell


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Energy Watch Group (EWG) is an international network of scientists and parliamentarians. The EWG conducts research and publishes independent studies and analyses on global energy developments. Our mission is to provide energy policy with objective information.

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