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| Dienstag, 07. Oktober 2008 | Faire Preisgestaltung durch Wettbewerb auf dem Gasmarkt |
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Zur Rücknahme von weiteren Gaspreiserhöhungen bei sechs E.On-Töchtern erklären Kerstin Andreae, wirtschaftspolitische Sprecherin, und Hans-Josef Fell, energiepolitischer Sprecher: Die Rücknahme der Gaspreiserhöhungen ist für die Verbraucherinnen und Verbraucher positiv, sie ändert aber nichts am Grundproblem des Gasmarktes. Hier ist die Konzentration noch ausgeprägter als auf dem Strommarkt, echten Wettbewerb gibt es nicht. Die Bundesnetzagentur kritisiert diese Defizite immer wieder in deutlichen Worten. Eine faire Preisgestaltung auf dem Gasmarkt lässt sich nur durch Wettbewerb und durch mehr Eigengaserzeugung zum Beispiel mit Biogas erreichen. Die Privatkundinnen und Privatkunden haben bisher kaum eine Wahl, E.On hat mit mehr als 60 Prozent Anteil am Gasimport fast ein Monopol. Die Preisdeckelung, die Wirtschaftsminister Glos jetzt lobt, löst dieses Grundproblem nicht. Jetzt ist engagierte Wettbewerbspolitik gefragt. Der ostdeutsche Gasversorger VNG droht von den großen Akteuren auf dem Gasmarkt schrittweise übernommen zu werden. Bisher legte das Wirtschaftsministerium hier die Hände in den Schoß. Wenn es Glos um eine wirkungsvolle Strategie gegen die Preisspirale ginge, müsste er jetzt eine Strategie gegen die VNG-Übernahme entwickeln. Außerdem muss er endlich die unternehmerische Trennung von Gasnetzen und Gasbezug, wie es die EU-Kommission will akzeptieren. |
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