| Energiekonferenz |
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Energie 2020 plus - Der grüne Weg in eine klimaneutrale und sichere Energiezukunft am 30./31. Mai 2008 Bei der Energiekonferenz der Bundestagsfraktion stand der grüne Weg in eine klimaneutrale und sichere Energiezukunft im Mittelpunkt. Rund 400 Teilnehmer besuchten die zweitägige Konferenz im altehrwürdigen Humboldt-Umspannwerk in Berlin-Prenzlauer Berg. Am ersten Konferenztag stand der Widerspruch zwischen den wohlklingenden Reden und dem unzureichenden Handeln in der Klimapolitik der Bundesregierung im Zentrum. Jede internationale Bühne wird von Kanzlerin Merkel mit großen Ankündigungen genutzt. Doch die Bilanz der eigenen Klimapolitik ist erschreckend schwach, resümierte Renate Künast in ihrer Rede. Diesen Widerspruch zwischen Anspruch und Wirklichkeit in der deutschen Energiepolitik führte Rainer Baake, Bundesgeschäftsführer der Deutschen Umwelthilfe in seiner Gastrede anhand der verfehlten Kohle- und Atomstrategie der Bundesregierung aus. ![]() ![]() ![]() Mittleres Bild: Eröffnungsrednerin Renate Künast; rechts: Schaltraum im Berliner Humboldt-Umspannwerk. (weitere Bilder) Hauptziel der Veranstaltung war es, nach vorne zu denken und grüne Energiekonzepte für die Zukunft zu entwickeln. Hans-Josef Fell, energiepolitischer Sprecher der grünen Bundestagsfraktion, machte deutlich, dass als Dreh- und Angelpunkt des grünen Wegs in eine klimaverträgliche Energiezukunft der forcierte Umstieg auf Erneuerbare Energien aus der Klima- und Ressourcenfalle führt. Er leitete damit über zur Frage der Gerechtigkeit der Energieversorgung, die Sylvia Kotting-Uhl, umweltpolitische Sprecherin, zusammen mit Thomas Kaiser (Institut f. Energie- und Umwelttechnik München), Dr. Hermann Ott (Wuppertal Institut) und Barbara Unmüßig (Heinrich-Böll-Stiftung) diskutierte. Kernpunkt war, dass nur ein fairer Ausgleich zwischen Nord und Süd dazu führen, den globalen CO2-Ausstoß auf ein Maß zu verringern, dass die Klimaerwärmung den gefährlichen Schwellenwert von 2°C nicht übersteigt. Der Samstag stand ganz im Zeichen der TeilnehmerInnen, die in drei Weltcafés einige zentrale Fragen der künftigen Energieversorgung diskutierten. Wie kann in Zeiten schwindender fossiler Ressourcen die Energieversorgung in Zukunft gesichert werden? Können wir es schaffen, den Faktor 10 bei der Energieeinsparung zu erreichen? Und wie müssen die Energiemärkte künftig gestaltet werden, damit sie die richtigen Impulse für eine faire und klimaverträgliche Energieversorgung setzen. Eingeführt wurden die Weltcafés durch Dr. Werner Zittel (energy watch group), Dr. Corinna Fischer (Verbraucherzentrale Bundesverband) sowie Prof. Dr. Uwe Leprich (Hochschule f. Technik und Wirtschaft Saarland). Die Bedeutung der EU-Ebene in der Energiepolitik hob Claude Turmes, MdEP hervor. Nur wenn es gelingt, die Macht des Energieoligopols zu brechen, könne der Weg in eine effiziente und dezentrale Energieversorgung gelingen. Mit der anstehenden Entflechtung der Netze, dem Einsparziel von 20 % und dem Ausbau der Erneuerbaren Energien auf 20 % bis 2020 verfolge die EU eine vielversprechende Strategie, die es mit grünem Engagement gegen die Energiekonzerne durchzusetzen gelte.
Reden und Vorträge
Die Kinder-Energie-Reporter
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